Krieg und Frieden und die Rolle des Kapitals

Eine Diskussionsveranstaltung mit Beate Landefeld

Seit dem Ende des Realen Sozialismus in Europa nehmen militärische Auseinandersetzungen zu (Jugosla­wien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Ukraine). Auch in Europa steigt die Kriegsgefahr. Doch was sind die Hintergründe dafür? Warum verschärft sich die Lage im Moment so dramatisch? Besteht die Gefahr weiterer Zuspitzung bis hin zu einem Weltkrieg? 

Die Situation ist für uns neu. Des­orientierung ist ein Teil des Problems. Die bürgerlichen Massen­medien von ARD bis zum „Spiegel“ liefern Erklä­rungen, die die Entwicklung auf einzelne Personen reduziert (Putin als Bösewicht; Merkel und Obama als Friedensengel). Sie verschleiern damit offensichtlich bewusst die treibenden Kräfte und Akteure. Doch wo sind diese zu finden? Um effektiv politisch eingreifen zu können müssen wir die Vorgänge auch verstehen. 

Geht man davon aus, dass letztendlich wirtschaftliche (und soziale) Interessen der Motor für die politischen und militärischen Auseinandersetzungen sind, so ergeben sich eine Reihe von Fragen, die in der Veranstaltung diskutiert werden sollen: 

  • Sind die USA noch der Hegemon, gibt es eine Weltregierung aus Nato/USA/EU oder haben wir es mit einer multipolaren Welt zu tun?
  • Welche Rolle spielt der politische Sektor (Regierung, Parteien, Parlament) und wie ist sein Verhältnis zu den wirtschaftlichen Interessensgruppen (Kapital)? Wer bestimmt wen?
  • Haben wir es mit einem gesichtslosen Konglomerat zu tun, das quasi im Selbstlauf uns in den nächsten Weltkrieg treibt oder stehen konkrete soziale (also letztlich Klassen-)Kräfte dahinter, die sich identifizieren und politisch bekämpfen lassen?
  • Wer sichert heute den Frieden und wer gefährdet ihn? Auf wen kann man bauen, wenn man den Frieden erhalten will?

Die Diskussionsveranstaltung findet statt:

Donnerstag, den 12. März 2015, um 19 Uhr, Magda-Thürey-Zentrum, Lindenallee 72 (U2 Christuskirche)

Referentin ist Beate Landefeld (Essen). Sie studierte in Hamburg und ist langjähriges Mitglied der Redaktion der Marxistischen Blätter. 2014 war sie, neben Gretchen Binus und Andreas Wehr, Mitautorin des Bands „Staatsmonopolistischer Kapitalismus“ in der Reihe Basistexte bei PapyRossa.

Eine Veranstaltung der DKP Hamburg in der Reihe „Grundsatzfragen“ der MASCH e.V.

Das Referat von Beate Landefeld kann unter folgendem Link gefunden werden:

https://belafix.wordpress.com/2015/03/12/krieg-und-frieden-und-die-rolle-des-kapitals/

Hier geht es zum Flyer.

   
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