MASCH

Grundkurs Marxismus der MASCH 2021/2022

Auch in diesem Jahr wieder

Theorie für die Praxis – 4 Tage, die es in sich haben

Was ist das für eine Gesellschaft, in der Produkte zu Waren werden? Was verändert sich, wenn auch noch die Arbeitskraft zur Ware wird? Was ist eigentlich das Kapital? Was folgt aus dem Warencharakter ihrer Arbeitskraft für deren Besitzer? Der Kapitalismus verändert sich, aber wohin? Was ist Dialektik? Was ist Materialismus und was ist historischer Materialismus? Der Kapitalismus hatte einen geschichtlichen Anfang? Hat er auch ein Ende? Und dann?

Das alles besprechen wir an den folgenden 4 Tagen
Ort: Magda Thürey Zentrum Lindenallee 72 / Zeit: Jeweils von 11 – 18 Uhr

  1. Tag – Samstag, der 13. November 2021
    „Erste Schritte in der Kritik der politischen Ökonomie“
  2. Tag – Samstag, der 18. Dezember 2021
    „Imperialismus – die höchste Stufe des Kapitalismus“
  3. Tag – Samstag, der 22. Januar 2022
    „Dialektischer und historischer Materialismus“
  4. Tag – Samstag, der 19. Februar 2022
    „Sozialismus oder der Traum von einer besseren Gesellschaft“

Der Marxismus ist ein Feind ewiger Wahrheiten. Marxisten suchen die Wahrheit in den Tatsachen. Natürlich wirst Du in unseren Tagekursen erfahren, was die „Altvorderen“ gedacht haben, aber, wenn Du das fraglos als ewige Wahrheit konsumierst, hätten wir unser Ziel verfehlt. Deshalb ist jede kritische Frage nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Dementsprechend gibt es in unseren Kursen einen Mix aus Lehrgesprächen, Gruppenarbeit, Diskussion und Pausen. Dabei kommen Texte auf Papier, Power Point, Flipchart und Metaplankarten in bunter Folge zum Einsatz. Alle Teilnehmer bekommen einen Reader, mit dem sie den Kurs nacharbeiten können.

Achtung: Veränderte organisatorische Rahmenbedingungen

  1. Die beengten räumlichen Verhältnisse in Verbindung mit den zu beachtenden Coronaauflagen führen zu einer Obergrenze der Zahl der Teilnehmenden auf derzeit 16, davon 3-4 Teamer und Referenten.
  2. Deshalb gilt ein Anmeldeverfahren nach dem Windhundprinzip:
    – Du meldest Dich für einen Tag (oder gleich für mehrere) per Mail an.
    – Wir teilen Dir auf gleichem Weg umgehend mit, ob noch ein Platz frei ist.
    – Du überweist möglichst schnell Deinen Teilnehmerbeitrag (pro Tag in der Regel 10 € –
    oder entsprechend Deinen Möglichkeiten weniger) auf das Konto Marxistische Arbeiterschule DE84 2019 0003 0044 3562 00 – und meldest uns die erfolgte Überweisung per Mail. Mit unserer Bestätigung per Mail wird dann Deine Anmeldung verbindlich.
  3. Besonderheit für den ersten Tag:
    Am ersten Tag ist das Interesse erfahrungsgemäß am größten. Deshalb bieten wir für den Bedarfsfall einen Reservetermin am Sonntag, den 14. November an. Der wird allerdings nur aktiviert, wenn die Obergrenze am Samstag, den 13.11. gerissen wird. Damit wir das händeln können, gib bitte bei Deiner Anmeldung an, ob Du im Bedarfsfall auf den Sonntag umgeplant werden kannst. Du bekommst dann so früh wie möglich – eventuell aber auch erst kurzfristig die Mitteilung über die Umplanung auf Sonntag.
  4. Wir können in diesem Jahr wieder kein warmes Essen anbieten. Haben aber Kaffee, Tee, kalte Getränke, Obst und Snacks im Angebot, die durch den Teilnehmerbeitrag (genau wie Raummiete und Reader) abgedeckt sind.

Deine Masch e. V.
Kontakt: info@marxistische-abendschule.de
Konto: Marxistische Arbeiterschule DE84 2019 0003 0044 3562 00

Kapitallesekreise der MASCH

Das Angebot der Masch e.V. für Online – Lesekreise Marx, Das Kapital. Bd. 1 startet im Frühjahr 2022 neu.

Falls ihr dennoch gerne eine Kapitallesekreis bei der MASCH durchführen wollt, meldet euch gerne unter info@marxistische-abendschule.de. Wir merken euch dann vor uns können euch bei neuen Kursen berücksichtigen

Genaueres zu Inhalt und Arbeitsweise findest Du im Folgenden (klicke hierfür auf „Weiterlesen“.

Prüfung der Aberkennung der Gemeinnützigkeit

Erfolgte Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Marxistische Abendschule – Forum für Politik und Kultur e.V. (das ist die MASCH mit dem Schwerpunkt Uni) und

Noch nicht abgeschlossene Prüfung einer Aberkennung der Gemeinnützigkeit bei der MASCH e.V. (das sind wir)

Liebe Freundinnen, Kolleginnen und GenossInnen,

beiden MASCHs in Hamburg hat das Finanzamt im Oktober 2020 mitgeteilt, dass beabsichtigt ist, dem jeweiligen Verein die Gemeinnützigkeit abzuerkennen. In beiden Fällen wird dies mit der Einstufung des Vereins als „linksextremistisch“ im Hamburger Verfassungsschutzbericht 2019 begründet.

Juristischer Hintergrund: Seit 2009 steht in der Abgabenordnung GO:

„Bei Körperschaften, die im Verfassungsschutzbericht des Bundes oder eines Landes als extremistische Organisation aufgeführt sind, ist widerlegbar davon auszugehen, dass die Voraussetzungen des Satzes 1 (also der Gemeinnützigkeit) nicht erfüllt sind.“

Das bedeutet: Die Erwähnung des Vereins im Bericht des Verfassungsschutzes führt dazu, dass für eine Aberkennung der Gemeinnützigkeit nicht das Finanzamt beweisen muss, dass ein Verein verfassungswidrig ist, sondern umgekehrt der Verein die Beweislast für das Gegenteil trägt.

Beide Vereine haben in Stellungnahmen gegenüber dem Finanzamt diese Absicht zurückgewiesen. Beide haben betont, dass die inhaltliche Begründung für die Einstufung als verfassungswidrig

  • „Marx Lektüre“ (bei der Marxistische Abendschule – Forum für Politik und Kultur e.V.) und
  • „Vermittlung von Grundlagenkenntnissen über den Marxismus, insbesondere anhand der Originaltexte von Marx, Engels und Lenin“ (bei uns)

mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist.

„Sie ist vielmehr verfassungsfeindlich. Das Grundgesetz ist aus gutem Grund geprägt von der Freiheit des Geistes und der Wissenschaft und von einer offenen und streitbaren Auseinandersetzung als Weg der Erkenntnis. Die philosophischen, ökonomischen und geschichtswissenschaftlichen Erkenntnisse des Marxismus sind untrennbarer Teil des vom Grundgesetz geschützten geistigen und wissenschaftlichen Lebens.“ (Auszug aus unserer Stellungnahme, im Anhang zu finden)

Noch im Dezember 2020 hat dann das Finanzamt der Marxistische Abendschule – Forum für Politik und Kultur e.V. die Gemeinnützigkeit aberkannt. Der betroffene Verein legt dagegen Rechtsmittel ein und hat sich mit einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit gewandt und zur Unterstützung aufgerufen.

Unsere MASCH hat hingegen im Dezember vom Finanzamt nur eine „Eingangsbestätigung für unsere Stellungnahme“ bekommen mit der Ankündigung, dass unsere Argumente geprüft werden. Wir sind der Überzeugung, dass wir mit unserer Stellungnahme eine hinreichende Widerlegung der Einstufung als verfassungswidrig vorgelegt haben und hoffen auf eine entsprechende Entscheidung des Finanzamtes. Wir sind deshalb unsererseits bisher noch nicht an eine breitere Öffentlichkeit gegangen.

Diese aktuell unterschiedliche Lage der beiden Hamburger „MASCHs“ ändert nichts daran, dass wir uneingeschränkt solidarisch an der Seite unserer von der Aberkennung betroffenen „Schwester-organisation“ stehen.

Es ist ungeheuerlich, dass

  • der Verfassungsschutz meint, mit dem Vorwurf „Marx Lektüre“ die Verfassungswidrigkeit belegt zu haben,
  • diese absurde Einstufung durch den Verfassungsschutz dann wegen § 51 Abgabenordnung GO zu einer Umkehr der Beweislast führt,
  • und der Verein dadurch in die Lage gerät, nicht nur beweisen zu müssen, dass die vom Verfassungsschutz aufgeführten Tatsachen und ihre Bewertungen falsch sind, sondern sich mit allen denkbaren möglichen Vorwürfen auseinandersetzen muss. Sich mit Vorwürfen auseinandersetzen zu müssen, die man gar nicht kennt, ist fernab von einem rechtsstaatlichen Verfahren.

Gemeinsam mit der Marxistischen Abendschule – Forum für Politik und Kultur e.V. werden wir uns gegen diese Verletzung der Freiheit der Bildung und der Wissenschaft und der Rechtsstaatlichkeit zur Wehr setzen und bitten Euch um Eure Unterstützung.

Hamburg, 21. Jan. 2021

Hier findest Du unsere Antwort an das Finanzamt:

Dokumentation zum Thema Kriegsgefahr

Wir dokumentieren hier die derzeit weder im Netz noch auf dem Buchmarkt erhältliche Rede von Togliatti auf dem VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale 1935 zum Thema Kriegsgefahr und Friedenskampf.

Natürlich sind die Unterschiede in der Weltlage und der Kriegsgefahr zwischen damals und heute groß. Wir halten die Rede dennoch für einen wichtigen Beitrag auch für die heutige Diskussion um die Einschätzung der Weltlage und die politischen Konsequenzen daraus.

Die Rede leitet beispielhaft konkret die Kriegsgefahr aus der durch die Krise von 1929 verschärften ungleichmäßigen Entwicklung des ökonomischen, politischen und militärischen Kräfteverhältnisses der imperialistischen Großmächte her. Daraus ergibt sich eine Einschätzung, welche Großmächte die Hauptkriegsbrandstifter sind und welche derzeit kein Interesse an einer Verschärfung der Kriegsgefahr haben. Schließlich zieht die KI Schlussfolgerungen aus dieser Einschätzung über den Zusammenhang zwischen dem Kampf gegen die Hauptkriegstreiber zur Verteidigung des Friedens mit dem Kampf der Arbeiterklasse gegen ihren jeweiligen Hauptfeind im eigenen Land.

Außerdem dokumentieren wir einen persönlichen Diskussionsbeitrag, der versucht mit dem Instrumentarium, das auch Togliatti angewandt hat, das Thema „Aktualität der Kriegsgefahr und der deutsche Imperialismus“ einzuschätzen und daraus politische Schlussfolgerungen zu ziehen.